Werke

Holz

Lebewesen Baum

Der Baum ist ein komplexes Lebewesen. Stoffwechsel, Atmung, Ernährung, Wachstum, Vermehrung, in all diesen Dingen ist er uns sehr ähnlich. Die Gebundenheit an seinen Standort und die stoische Ausdauer, allen Unbillen des Lebens Stand zu halten ist seine Bestimmung. Der Dienst an Mensch und Tier als Lebendes Wesen ist unter anderem bedingungslos seine Produktion von Sauerstoff als wichtigstes " Lebensmittel" für uns. Sein Körper, wenn er sich für den Menschen zur Nutzung darbietet dient als Dach überm Kopf, als Brennstoff, als Möbelstück, Papier, Kunstwerk oder Spielzeug. Lange schon hege ich besonderen Dank und Bewunderung für diese Urahnen. Lange schon ist es mein Wunsch etwas zurückzugeben. Den Bäumen, die zu mir kommen darf ich eine Ehre erweisen und zwar die, Ihnen ein weiteres Leben und eine neue Form zu schenken. Der weitere Gedanke ist der, Wälder aufzukaufen um sie vor Abholzung o.ä. zu schützen, denn mir sind lebendige Bäume wichtiger als Holz.

Werkstoff Baum

Das Material lässt mir einerseits große Freiräume, andererseits schränkt es die Möglichkeiten stark ein. Wie ist das zu verstehen? Ist ein Baum sehr groß gewesen, kann ich mit meiner Formensprache aus dem Vollen schöpfen. So das Holz durch und durch gesund ist, stehen mir so gut wie alle Formen offen. Hat ein Stück Holz durch Äste oder einen partiellen Schaden bereits eine eigene Form, bin ich dazu aufgerufen, diese "nur noch" auszuarbeiten.

Bronze

Bronzeguss

Der Bronzeguss ist eine archaische Technik, die Werke für die Ewigkeit erschafft. Es verlangt Meisterhand, um das vom Bildhauer geschaffene Werk in Bronze umzusetzen. Eine überaus aufwendige Technik ist von Nöten, beeindruckend ist es für den Zuschauer, einem Bronzeguss beiwohnen zu dürfen. Jegliche Form kann in Bronze umgesetzt werden.

Das Holz lebt weiter. Es atmet, auch wenn der Rhythmus ein anderer ist, wie der unsere.

-- Veronika Hagnroth --

Veronika Hagnroth

Biographie

Die Bildhauerin und Designerin die seit 2011 in Haimhausen lebt, hat sich einer Ungewöhnlichen Idee verschrieben. Große altehrwürdige Baumstämme, die vom Sturm gerissen oder aus anderen Gründen weichen mussten, verwandelt sie in traumhafte, dahingegossene Sitzskulpturen, die ihresgleichen suchen. Nach dem viel zu frühen Tod Ihres Ehemannes Andreas Hagn, mit dem sie gemeinsam den abstrakten Design-Sektor seit 2007 erkundete, lebt sie allein mit dem gemeinsamen Sohn Noah. Die gelernte Bildhauerin ist für jedes Material offen. Kunst zum Anfassen und Genießen fließt aus Ihren Händen. Lebensgroße Bronze Portraits gehören ebenso zu ihrem Repertoire wie Miniatur-Figürchen, Kettensägenskulpturen aus edlen einheimischen Hölzern oder Arbeiten in Stein. Von der Natur inspiriert sprudeln ihre Ideen wie aus einer Quelle. Die Sitzmöbel erlauben den Menschen in der Mitte eines Baumriesen Platz zu nehmen und lassen sie die Jahrhunderte der Standhaftigkeit eines dieser Urahnen erleben und erahnen. Sie schöpft immer wieder Kraft aus der Liebe zu dem gemeinsamen Spross, aus der Natur und der Heimatverbundenheit. Ihre Passion den Bäumen, der grünen Lunge dieser Erde, einen neue Sprache zu verleihen ist Ihr Motor, wobei die Poesie des Materials bei aller Plastizität und Dynamik der Werke erhalten bleibt. Die Freude, auf ihre einzigartige Weise harmonischen Formen Ausdruck zu verleihen ist spürbar. Zumeist entstehen die Stücke wie von einer unsichtbaren Hand geführt, sagt sie. Die zierliche Geigerin hantiert dabei mit schwerem Gerät. Kettensäge und Axt, Drexel und Winkelschleifer sind dabei die Mittel ihrer Wahl. Zum Schluss wird liebevoll per Hand der letzte Feinschliff vorgenommen, der die samtig, pudrigen Oberflächen erzeugt, die die Stücke nicht nur zu einem optischen sondern auch einem haptischen Genuss werden lassen. Die in 3. Generation bildhauerisch Tätige hat ihre Wurzeln am Tegernsee. Dort sind auch die meisten ihrer Bronzeporträts zu sehen. Aufgewachsen mit klassischer Bildhauerei im Atelier ihres Vaters Quirin Roth bekam sie bereits früh die Einführung in die anatomischen Studien und die Geheimnisse des Bronzegusses. Kommunen und Firmen haben ihre treffsichere bildhauerische Arbeit bereits mehrfach gewünscht. 2008 absolvierte die Künstlerin die Münchner Bildhauerschule und ist seitdem freischaffend tätig.


Die Bäume schwingen anders als wir und doch bringen sie etwas in uns zum schwingen.

-- René Horzella --

Kontakt

Veronika Hagnroth

freischaffende Künstlerin

Hechwihl 4

79774 Albbruck

Telefon: 0176/66 62 47 69

mail: contact@hagnroth.de

www.hagnroth.de


Gandhi

Andreas "Gandhi" Hagnroth
*19.03.1981 - †28.11.2011

In Liebe und größter Dankbarkeit widme ich diesen Teil meinem verstorbenen Ehemann Gandhi Hagnroth, ohne den ich diese bezaubernden Möbelstücke nicht machen würde. Seine Liebe und Ausdauer, seinen Mut und seinen Zuspruch haben alle, die ihn gekannt haben, sehr geschätzt. Eine Zimmermannslehre hat seine Vorliebe für das Material Holz bereits in jungen Jahren zum erblühen gebracht. Sein künstlerisches Talent leitete ihn danach in Bereiche der Grafik und des Films. Nach Regiepraktika in Berlin und München und einem eigenen Kurzfilm, haben wir uns kennen und lieben gelernt. Gemeinsam bauten wir das Design-Unternehmen Hagnroth Design auf und er absolvierte die Gestaltungs- und Design-Akademie in München. Nach der Geburt unseres Sohnes Noah wurden die Firmenstrukturen konkreter. 2011 verstarb er nach kurzer schwerer Krankheit. Sein treffsicherer Geschmack und sein schlichtes ansprechendes Design begeistert immer und in jedem Stück, das es hinterlassen hat. Die Stücke sind unverkäuflich, können aber teilweise nachgefertigt werden.


Um Stille in meinen Skulpturen zu erzeugen, muss ich eine Menge Krach machen.

-- Tobel --
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